29.08.2011

Kindergartenbedarfsplan der Stadt Seligenstadt

Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:
Der Magistrat wird beauftragt im Nachgang zu dem sehr ausführlichen und detaillierten KITA Bedarfsplan folgende Optionen, sowie deren Kosten zu prüfen und schriftlich zu berichten:

1. Ausweitung der Öffnungszeiten in den Kindertagesstätten mit einem geringen Personalangebot durch eine Auffanggruppe, sowohl in die Morgenstunden (Öffnung ab 7.00 Uhr) als auch in den Mittagsstunden (Kindergarten ohne Mittagessen - verlängerte Abholung) als sogenannte Gleitzeit, um die Angebote flexibler zu gestalten.


2. Buchung von Einzelstunden in den Kindertagesstätten um kurzzeitigen und/oder kurzfristigen  Bedarf abzufangen.
 
3. Einrichtung einer zentralen Anmeldestelle zur Beantragung für U3-Betreuung, Kindergartenplätze und Betreuungsplätzen.



Begründung:

Der Bedarf an Ganztagesplätzen in Kita´s, sowie Betreuungen in den Schulen ist kontinuierlich gestiegen (siehe Bericht 15-29/i768 11-169). Die Lage auf dem Arbeitsmarkt und die Ansprüche an die berufliche Tätigkeit lassen heute eine lange berufliche Pause nicht mehr zu.

Alleinerziehende Mütter und Väter haben hier besondere Anforderungen an die Angebote zur Kinderbetreuung. Ein Standardangebot wird diesen Anforderungen meist nicht mehr gerecht. Auch akut entstehender Bedarf muss entsprechend durch die Möglichkeit kurzfristiger und täglicher Buchung möglich sein.

Eine zentrale Anmeldestelle soll nicht in einer Bevormundung oder zentralen Vergabestelle ausarten, vielmehr sollen hierdurch mehrfache Anmeldungen bei verschiedenen Trägern vermieden und, die Vergabe unter Berücksichtigung der Elternwünsche und der jeweiligen Möglichkeiten der Institutionen vereinfacht werden. Weiterhin soll hier der Übergang von U3-Betreuung zur Kindergartenbetreuung vereinfacht und bedarfsgerecht koordiniert werden.

Verlässliche Schule in Hessen beginnt mit der ersten Schulstunde und endet mit einer qualifizierten Nachmittagsbetreuung die dem Betreuungsbedarf gerecht wird. Mögliches Erweiterungspotential und räumliche Lösungsmöglichkeiten sollen zeitnah erkannt und umgesetzt werden, um dem steigenden Bedarf gerecht zu werden.

Die Ganztagsschulversorgung im Grundschulbereich muss mit Nachdruck im Kreis gefordert werden.

René Rock
FDP-Fraktionsvorsitzender